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‚Herrin ihrer selbst‘: Zahnkunst, Wahlrecht und Vegetarismus

Freitag, 20. März 2020 um 19 Uhr

‚Herrin ihrer selbst‘: Zahnkunst, Wahlrecht und Vegetarismus – so lautet der Titel des neuen Buches von Ingeborg Boxhammer über die Zahnbehandlerin (damals „Dentistin“) Margarete Herz und ihren Freundinnenkreis. 1872 in Halberstadt geboren, zog es sie als junge Erwachsene ins Ruhrgebiet und ins Rheinland, wo sie private, politische und berufliche Verbindungen zu anderen Frauen aufbaute, die ihr Leben primär mit Frauen teilten. Herz und ihre Freundinnen jüdischer und christlicher Herkunft kämpften für das Frauenstimmrecht, sie setzten sich für die Berufstätigkeit von Frauen ein, beschäftigten sich mit Naturheilkunde und der Reform der Frauenkleidung, in einer Zeit, als Frauen sich ohne Korsett kaum auf die Straße trauen durften.
Das gut gegliederte Buch ist anschaulich bebildert und spannend zu lesen. Es kann bei der Lesung im Frauenarchiv ausZeiten gekauft werden.
Ingeborg Boxhammer ist Historikerin und Ko-Redakteurin von www.lesbengeschichte.org

Eintritt 5 €/ 3 €

Nachruf Arntrud Reuter

Wir trauern um Arntrud Reuter, unsere langjährige, geschätzte Mitarbeiterin, Unterstützerin und Freundin

Die Nacht
denkt dich
von Stern zu Stern
Rose Ausländer

Unsere Mitarbeiterin Arntrud Reuter ist am 11. Januar 2020 mit 77 Jahren gestorben. Noch bis kurz vor ihrem Tod hat sie Bücher in unserer Datenbank verschlagwortet, wie tausende Bücher und Broschüren in den Jahren zuvor.

Als Rentnerin hatte sie zu ausZeiten gefunden und mit der Erfassung unseres Buchbestandes begonnen. Die promovierte Bibliothekarin, Historikerin und Musikwissenschaftlerin brachte eine große Fachkenntnis mit. Zuvor hatte sie in ihrem Arbeitsleben die musikwissenschaftliche Bibliothek an der Ruhr-Universität Bochum aufgebaut, ein echtes Lebenswerk.

Für den Buchbereich entwickelte sie ein für ausZeiten adäquates Signatursystem, ebenso für den Broschürenbereich, für die Nachlässe, und auch für unsere Zeitschriften. Arntrud fand immer die passende Buchstabenkombination für eine Signatur, die aussagekräftig genug, aber nicht zu kompliziert war. Durch ihre Arbeit wurde der Bibliotheksbestand im Archiv sichtbarer und besser nutzbar.

Die Erinnerung an sie ist im Archiv allgegenwärtig, und das tut gut.

Die ausZeiten-Frauen

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 15. März 2020, 14:00-16:30 Uhr

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Sie haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jh. und früher kennen zu lernen. So erfahren Sie, welche Spuren Frauen wie Nora Platiel und Ottilie Schoenewald, beide Anwältin und Politikerin, oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung.
Im Frühjahr 2017 erschien der erste Bochumer Frauenstadtplan, ein Kooperationsprojekt der Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum mit dem Frauenarchiv ausZeiten. Den Frauenstadtplan erhalten Sie beim Rundgang kostenlos.
Die Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet die Rundgänge, die gut 2 Std. dauern.

Rundgang für Frauen
Treff: Rathausvorplatz, an der Glocke
5,- EUR, erm. 3,- EUR
Die Teilnahme am Rundgang ist auch ohne Anmeldung möglich.

Party für ältere Lesben & Freundinnen

ALTERnativ-LOS! lädt zur Party im Dezember ein:
Sobald du merkst, dass du dich im Kreis drehst,
ist es Zeit aus der Reihe zu tanzen…
Samstag 14.12.19   ab 19:00 Uhr   
Party für ältere Lesben & Freundinnen,  mit DJane STEFFI
Eintritt 5,- € (ermäßigt 3,-€), Rosa Strippe, Kortumstr. 143,  Bochum

Guided women’s walking tour of the city for women and men

Sunday, September 22th 2019, 2-4.30 pm

Travel through the women’s history of Bochum! The walking tour, hosted by Linda Unger of ausZeiten feminist archives will not only lead you to interesting sights like Bergbau Museum, Pauluskirche and Kunstmuseum, but guide Linda Unger will introduce you to the lives of courageous women and the part they played in the history of the city and in women’s liberation. Learn about Ursula Schafmeister, the first female priest in Bochum, Nora Platiel, a jewish lawyer in exile, and many more.
In addition to the women’s walking tour, there will be a women’s map of Bochum available from spring 2017. The map is a cooperative effort of Frauenarchiv ausZeiten feminist archives and the city’s equal opportunities office. The women from the 20th and 19th centuries and from earlier periods introduced in the walking tour can now also be found on the women’s map.
Walking tour for women and men, organized by Frauenarchiv ausZeiten e.V., feminist archives. Join the tour and get your free copy of the women’s map of Bochum!

In Cooperation with VHS Bochum
Meeting point: Willy-Brandt-Platz,
square in front of Bochum city hall, right at the big steel bell
5,- EUR, erm. 3,- EUR

Bochumer Frauenstadtrundgang

Sonntag, 15. September 2019, 14:00-16:30 Uhr

Das Frauenarchiv ausZeiten lädt ein zum Bochumer Frauenstadtrundgang. Sie haben die Gelegenheit, historische Frauen aus dem Bochum des 19. und 20. Jh. und früher kennen zu lernen. So erfahren Sie, welche Spuren Frauen wie Nora Platiel und Ottilie Schoenewald, beide Anwältin und Politikerin, oder die Pastorin Ursula Schafmeister hinterlassen haben – in der Stadt, aber auch in der Geschichte der Frauenbewegung.
Im Frühjahr 2017 erschien der erste Bochumer Frauenstadtplan, ein Kooperationsprojekt der Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum mit dem Frauenarchiv ausZeiten. Den Frauenstadtplan erhalten Sie beim Rundgang kostenlos.
Die Archivmitarbeiterin Linda Unger leitet die Rundgänge, die gut 2 Std. dauern.

Rundgang für Frauen und Männer
Treff: Rathausvorplatz, an der Glocke
5,- EUR, erm. 3,- EUR
Die Teilnahme am Rundgang ist auch ohne Anmeldung möglich.

Guided women’s walking tour of the city for women and men

Sunday, June 16th 2019, 2-4.30 pm

Travel through the women’s history of Bochum! The walking tour, hosted by Linda Unger of ausZeiten feminist archives will not only lead you to interesting sights like Bergbau Museum, Pauluskirche and Kunstmuseum, but guide Linda Unger will introduce you to the lives of courageous women and the part they played in the history of the city and in women’s liberation. Learn about Ursula Schafmeister, the first female priest in Bochum, Nora Platiel, a jewish lawyer in exile, and many more.
In addition to the women’s walking tour, there will be a women’s map of Bochum available from spring 2017. The map is a cooperative effort of Frauenarchiv ausZeiten feminist archives and the city’s equal opportunities office. The women from the 20th and 19th centuries and from earlier periods introduced in the walking tour can now also be found on the women’s map.
Walking tour for women and men, organized by Frauenarchiv ausZeiten e.V., feminist archives. Join the tour and get your free copy of the women’s map of Bochum!

In Cooperation with VHS Bochum
Meeting point: Willy-Brandt-Platz,
square in front of Bochum city hall, right at the big steel bell
5,- EUR, erm. 3,- EUR

„deutsch, weiß, bürgerlich“?

– intersektionale Fragestellungen, Diskussionen und Perspektiven in der westdeutschen Frauen-/Lesbenbewegung der 1970er und 80er Jahre.

Donnerstag, 13.6.19
im atelier automatique, Rottstraße 14, Bochum

Mit dem Begriff der Intersektionalität schuf Kimberlé Crenshaw 1989 ein wichtiges Analyseinstrument zur Auseinandersetzung mit Mehrfachdiskriminierungen.
Die Berücksichtigung intersektionaler Aspekte gehört heute zur feministischen Theorie und Praxis dazu. Doch wie ging die Frauen-/Lesbenbewegung in den 1970er und 80er Jahren mit Mehrfachdiskriminierungen um? Wie sahen Diskussionen, Protestformen, Gruppenzusammensetzungen aus? Stand der gemeinsame Nenner „Frau“ immer im Vordergrund? Wie sah die Wahrnehmung in und Teilhabe an der Bewegung zum Beispiel von Migratinnen, Frauen mit Behinderungen, Lesben, ArbeiterInnentöchtern, Nicht-Akademikerinnen, jüdischen Frauen,
schwarzen Frauen aus?
Darüber möchten wir mit Zeitzeuginnen sprechen und so
Entwicklungen in der westdeutschen Frauen-/Lesbenbewegung
in den Blick nehmen.

Ein Gesprächsabend mit Zeitzeuginnen.
Infokarte zur Veranstaltung als pdf

Ein Projekt des Frauenarchivs ausZeiten im Rahmen des Digitalen Deutschen Frauenarchivs, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de

Tag der Frauenarchive – 11.5.

11. Mai ist der Tag der Frauenarchive. Seit nunmehr 18 Jahren erinnern die Frauen- und Lesbenarchive an diesem Tag an den Geburtstag der Lyrikerin Rose Ausländer. Informationen zu ihrer Biografie sind hier zu finden.
ausZeiten empfiehlt den Besuch der  Ausstellung 
EMANZENEXPRESS_gemeinsam sind wir gemeiner
im atelier automatique, Rottstr. 14 in Bochum.
Hier sind zahlreiche Exponate aus den 1980er und 1990er Jahren zu bewundern, die die Sammlungstätigkeit der drei Bochumer Frauenarchive (ausZeiten, Lieselle, Madonna) an den Tag befördern, von den Ausstellungsmacherinnen des atelier automatique Julia Nitschke und Eva Busch auf beeindruckende Weise in Szene gesetzt.
Öffnungszeiten: Di Mi So 11 – 18 Uhr; Do Fr Sa 11 – 20 Uhr.
Bis 30. Juni 2019.
Zur Ausstellung  EMANZENEXPRESS_gemeinsam sind wir gemeiner im atelier automatique
Und zwei links, die die Einbettung der Ausstellung in das Projekt und die Ursprungsidee Memory Stations (Akademie der Künste der Welt) zeigen sowie in das Ruhr Ding:Territorien  (Urbane Künste Ruhr)